Wie alles begann!

Wie alles begann!

Begonnen hat alles damit, dass Klaus immer schon Handel betrieben hat….

Als kleiner Junge ist er mit seiner Oma mit dem Zug verreist, plötzlich war er verschwunden, Oma geht suchen und findet ihn inmitten einer Menge Leute… dort verkauft er seine gesammelten und mitgenommenen Ansichtskarten und damals beliebten Glanzbilder.  Damit waren die Weichen für den Handel gestellt.

 

Als junger Mann hat er nebenbei  sein Taschengeld mit dem Verkauf von Blumenvasen aufgefrischt. Es wurde immer irgendetwas verkauft. Und wenn es nur das eigene Auto war.. wenn es mit Gewinn veräußert werden konnte, hat er sich schnell davon getrennt.

Zwischendurch wurde mal für 2 Jahre zur See gefahren.

 

Dann kam der Gedanke, einen Imbiss zu eröffnen. Vor dem Markt, wo sich der Imbiss befand, war eine junge Dame, die bedruckte T-Shirts mit einer Bügelpresse. Klaus war sofort fasziniert. Da die Dame nicht mehr wollte, wurde kurzerhand alles abgekauft und man ging mit der T-Shirt Presse an den  Wochenenden zu diversen Grasbahn- und Sandbahnrennen. Damals war Egon Müller der große Superstar. Jede Veranstaltung, wo Egon fuhr, war ein Magnet.

 

Irgendwann kam dann die Berührung mit der Truckerszene, die sich über Holland hier in Deutschland aufbaute. Die Eröffnung des Autohofes in Geiselwind war die erste Veranstaltung in dieser Richtung. Der kleine Renault R4 wurde so mit Ware voll gepackt, das man sich heute immer noch die Frage stellt, wie man das alles hineinbekommen hat.

Sofort fand man Gefallen an der Szene, es baute sich eine wunderbare Gemeinschaft auf, das Warensortiment wurde erweitert.

Es musste ein größeres Verkaufsfahrzeug angeschafft werden.

Erst war es ein VW Bulli, der wurde durch einen umgebauten Mercedes MB 100 abgelöst. Da gab es auch schon die 1. Airbrush-Lackierung.

Die Festivals schossen aus der Erde und man war an jedem Wochenende der Sommermonate auf irgendeinem Festival in Deutschland vertreten.

Dabei kam auch die Idee, eine eigene Veranstaltung auszurichten. Die Idee für den Truck Treff Kaunitz wurde auf der Rückfahrt des 1. Festivals in Birstein  geboren.. Und das hatte zur Folge , dass im Jahre 2010   „ 25 Jahre TRUCK TREFF Kaunitz „ gefeiert wurde.

 

Der Handel blühte auf den Veranstaltungen, die Nachfrage nach bestickten Clubjacken für die inzwischen vielen gegründeten Truck und Country - Clubs ließ uns immer bekannter werden. Die Szene wurde immer größer. Irgendwann wurden die Fragen der Kunden nach Versand immer stärker, zumal man die bestickten Jacken, die speziell für die Kunden angefertigt wurden, immer schon verschickt werden mussten. Damals war das Wohnzimmer im Wohnhaus der Versand und bevor man für das Wochenende wieder auf die Reise ging, mussten erst noch die Jacken raus. Danach hatte das Wohnzimmer zumindest für das Wochenende einen etwas wohnlichen Charakter. Und immer noch war der Imbiss das 2. Standbein. Die ersten Jahre musste man montags morgens wieder dort am Ball sein, obwohl man manchmal erst in den Morgenstunden wieder zuhause war. Heute fragt man sich:  Wie hat man das nur alles geschafft.??

Nebenbei wurde auch noch ein Sohn großgezogen, der Gott sei Dank, da die Großeltern mit im Haus wohnten, immer gut betreut war.

Außerdem ergab es sich durch die vielen Veranstaltungen, das man teilweise an 2 Stellen in Deutschland vertreten war.

Mittlerweile wurde ein großer Verkaufsanhänger angeschafft, der erst von einem Toyota Land Cruiser gezogen wurde. Beides hatte für damalige Verhältnisse schon eine sehr aufwändige Airbrush-Lackierung bekommen . Jedoch stellte sich heraus, dass der Toyota für den großen Hänger nicht geeignet war und man schaffte den Mercedes 817 an, der gleichzeitig auch als Wohnmobil in Einsatz kam. Für die 2. Tour wurde immer ein Bulli mit Ware gepackt und als Verkaufsstand diente ein Wohnwagen mit Vorzelt.

 

Auf Dauer war Klaus mit der MB Lösung nicht so zufrieden. Er hatte Blut geleckt und wollte unbedingt einen US Truck. Aber dazu musste erst einmal der große Führerschein her. Also wurde mit 44 Jahren noch einmal die Fahrschulbank gedrückt. Der Freightliner wurde angeschafft mit einem großen Verkaufsauflieger. Wieder hatte die Szene eine kleine Sensation. Das kleine Gespann diente nun als 2. Tour.

 

Es ergab sich in der Kundschaft immer mehr die Nachfrage nach Versand und man entschloss sich, einen Katalog aufzulegen. Gleichzeitig kam der Wunsch nach etwas mehr geregelten Lebensabläufen durch.  Gabi wollte nicht mehr soviel unterwegs sein. Also wurde der Keller des Wohnhauses als Versand eingerichtet. Das Wohnzimmer war nur noch teilweise gefragt.

Die Männer fuhren am Wochenende auf Tour und Gabi machte morgens Imbiss und nachmittags Versand.

Auf Dauer war das im Haus aber dann doch zuviel, da inzwischen auch Mitarbeiter dazukamen, und auch immer wieder Kunden an der Haustür standen und einkaufen wollten. Noch heute erinnern sich viele an den Keller. Man entschloss sich, die Räumlichkeiten an der Kaunitzer Str. anzumieten. Man konnte sich besser ausdehnen und das Ladengeschäft professionell betreiben.

Parallel wurde und wird immer noch auf die Festivals gefahren.

Als weitere Bereicherung wurde dann auch ein ONLINE-SHOP entwickelt.

Irgendwann entsprach der Standort Kaunitzer Str.  nicht mehr den Vorstellungen. Man hatte Gelegenheit, Räumlichkeiten in zentraler Lage direkt an der Hauptstr. in Schloss Holte-Stukenbrock anzumieten. Es wurde aufwendig renoviert.  Mit Fug und Recht möchte man behaupten, dass  der schönste „NOSTALGISCHE WESTERN SHOP“ Europas ist entstanden ist. Wenn man das Ladengeschäft betritt, wird man sofort vom Flair von „OLD AMERICA“  und „OLD WILD WEST“ berauscht, der Besuch wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und

Zahlreiche Veranstaltungen in der anliegenden Event-Halle gehören zu weiteren Höhepunkten des neuen Standorts.

Heute leitet Sohn Thorsten Niebel, der schon von Kindesbeinen an mit im Betrieb tätig war, und auch immer schon bei den Veranstaltungen unterwegs mitgeholfen hat,  das gesamte Projekt Westernversand & American Store Niebel erfolgreich weiter. Natürlich stehen Mutter Gabi, Vater Klaus und seine Frau Vanessa mit Rat und Tat an seiner Seite. Die angehende Junior Chefin Mariella ist mittlerweile auch schon 4 Jahre alt und hält sich sehr gerne im Familienbetrieb auf.